Bezirk Alsdorf

Interkultureller Arbeitskreis IG BCE Alsdorf: „100 % Menschenwürde statt Extremismus in unserer Gesellschaft“

Alsdorf. Menschenwürde, ein Begriff, der vielleicht zu oft in den Mund genommen, aber viel zu selten verstanden wird. Dies allein ist eigentlich schon Grund genug, um den Begriff zum Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017 zu küren. Um aber diesen Begriff, gerade in Zeiten aufkommender extremistischer Gedanken zu durchleuchten, lud der Arbeitskreis Integration/Migration des IG BCE Bezirks Alsdorf im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 20.03.2017 in den Cinetower Alsdorf.

IGBCE Alsdorf

Ausstellung AK Migration 2017 03 20
29.03.2017
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.

Unter dem Motto „100% Menschenwürde statt Extremismus in unserer Gesellschaft“, begrüßte

Kevin Flesch (IG BCE Bezirk Alsdorf) die 40 anwesenden Personen und wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass „die Menschenwürde für keinen politischen und auch für keinen ideologischen Zweck, ob früher, heute oder in Zukunft, verhandelbar sein darf. Es kann nur eines gelten, 100 % Menschenwürde, immer und überall“.

Die 40 Anwesenden lauschten den Worten von Ulrich Titz (IG BCE Ortsgruppe Düren), der über das Ortsgruppen-Projekt „Zwangsarbeit – Gegen das Vergessen“ berichtete. Ein Projekt, das die Schrecken der NS-Arbeitslager in der Stadt Düren und mit einer Ausstellung von Bildern und Schriften den Nationalsozialismus auch direkt vor unserer Tür thematisiert. „Wir haben es uns seitens der Ortsgruppe zur Aufgabe gemacht, dass dieser Schrecken, diese Menschen verachtende Dinge, niemals mehr passieren und niemals vergessen werden dürfen – wehret den Anfängen“, so Ulrich Titz in seiner Rede.

Mark Haarfeldt (Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.) konnte im Anschluss den Bogen zwischen früher und heute spannen. Er verdeutlichte den Zuhörern die extremistischen Entwicklungen und die daraus resultierenden Reaktionen in Deutschland, Europa und der Welt. „In Zeiten der gesellschaftlichen Polarisierung, in dem mehr ein gegeneinander als ein solidarisches Miteinander anscheinend existiert, müssen die Stimmen lauter werden, die sich für Menschen in Not und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Gewalt und das Auseinanderspielen von Menschengruppen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Kultur oder Sprache dürfen global nicht die Oberhand gewinnen. Dies wird nicht nur in hierzulande, sondern weltweit für alle Menschen eine Herausforderung sein!“, so Haarfeldt.

Nach einer erfolgreichen Veranstaltung mit anschließender Diskussion und einem Grußwort von Michael Wolters (Abteilungsleiter politische Schwerpunktgruppen der IG BCE Hauptverwaltung Hannover) schloss Bulkan Ersoy (Vorsitzender des Arbeitskreises Migration/ Integration) mit den Worten: „Für uns als Gewerkschafter und auch für uns alle muss es eine Herzensangelegenheit, dass alle Menschen, egal welcher Religion, welcher Sexualität, welcher Nationalität, die gleiche Würde erfahren.“

Nach oben