Energiepolitik

Betriebsrätekonferenz der IG BCE in der Stadthalle in Alsdorf

Rund 130 Betriebsräte aus den energieintensiven und energieerzeugenden Betrieben der IGBCE Alsdorf diskutierten am 19.02.2018 über die Energiewende, mit den Auswirkungen auf die energieintensiven Betriebe.

Der Energieexperte der IG BCE aus Hannover, Dr. Ralf Bartels, gab ein Impulsreferat um den Teilnehmern einen aktuellen Stand der Energiepolitik in Deutschland zu geben.

IG BCE Bezirk Alsdorf

Betriebsrätekonferenz 2018 in Alsdorf
20.02.2018
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Weitere Gäste waren: Martin Peters (IG Metall Verwaltungsstelle Stolberg), Ralf Bruns (Arbeitgeberverband VuV Aachen), Walter Hirner (WEPA Industrieholding SE) und Dr. Johann Overath (BV Glas), die in einer Podiumsdiskussion, mit dem Moderator Michael Brocker, ihre Sicht auf die Energiewände erläuterten und diskutierten.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Diskussion mit Dietmar Nietan (MdB SPD) und Manfred (IG BCE Bezirksleiter Alsdorf), über die Probleme bei der Umsetzung der Energiewende, aus der Sicht der Politik.

Die IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) will Investitionen und Innovation in der Industrie in der öffentlichen Diskussion wieder mehr Raum geben. Mehr als 1000 Betriebsräte aus den IG-BCE-Branchen berieten dazu auf einer Konferenz in Berlin eine „Berliner Erklärung“ mit dem Titel „Energie, Industrie, Klima - Unsere Zukunftsstrategie“. „Wir starten heute eine neue Intensität der Auseinandersetzung um gute Industriearbeit der Zukunft“, sagte der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis. Die Beschäftigten in den Industriebranchen seien es leid zu erleben, „wie unsere Arbeitsplätze Spielball der Politik werden“.

Die „Berliner Erklärung“ kritisiert eine Klimapolitik, die allein auf Ausstiege und Schrumpfung setze, denn auf Innovation. Gleichzeitig mangele es an Unterstützung für industrielle Großprojekte und bei der öffentlichen Hand habe sich ein Investitionsstau von 150 Milliarden Euro angesammelt. „Die deutsche Hochleistungswirtschaft braucht eine klare gesellschaftliche Verständigung, dass die großen Fragen von Wohlstand und Lebensqualität nur über Innovation, Technologie und nachhaltiges Wachstum gelöst werden können“, heißt es in der Erklärung.

Die IG BCE fordert von der Politik, aus der Energiewende ein Wachstums- und Zukunftsprojekt zu machen. „Der Schlüssel liegt in Innovation und Technologie und nicht in einer Kette von Ausstiegsbeschlüssen.“ Bis heute seien entscheidende Fortschritte ausgeblieben, um Strom aus erneuerbaren Energien effizient und verlässlich bereitzustellen. Um entsprechende Innovationen voranzubringen bedürfe es einer staatlichen Technologieförderung. Deutschland müsse den Klimaschutz mit seinen Stärken Innovation, Wertarbeit und Verantwortungsbewusstsein voranbringen. „Daraus wollen wir ein echtes Zukunftspaket schnüren, das dem weltweiten Ansehen deutscher Ingenieurskunst und dem Qualitätsversprechen von „Made in Germany“ gerecht wird.“

„Wir müssen von einer reinen Stromwende zu einer echten Energiewende kommen, wenn wir ernsthaft an einer Erreichung der Klimaziele arbeiten wollen“
Michael Vassiliadis (Vorsitzender der IG BCE)

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