Sondermailing für die Ortsgruppen

Neuigkeiten aus dem Bezirk

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es ständig drastische Veränderungen in unseren Branchen und in unserem Gewerkschafter*innen-Leben. Die Organwahlen sind zeitlich verlängert worden, für die Ortsgruppen bis Ende des Jahres und für die Vertrauensleute bis Ende Oktober 2020. Das haben wir mit gesondertem Schreiben allen Ortsgruppen- Vorsitzenden, wie im letzten SONDER – Ortsgruppen Mail versprochen, mitgeteilt!

Unsere Branchen im Bezirk Alsdorf sind ganz unterschiedlich von der Corona- Pandemie und von der dadurch ausgelösten Rezession betroffen.

Es gibt zum einen die Automobilzuliefere, die dadurch, dass die Autoindustrie ihre Produktion stillgelegt hat, in weiten Teilen von Kurzarbeit „NULL“ betroffen sind. Oder ein Standort, der das Glas herstellen welches sonst in den Werken zu Autoscheiben veredelt worden wären. In all diesen Bereichen haben wir durch Tarifvertrag oder aufgrund von Vereinbarungen mit den Arbeitgeberverbänden eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 bzw. sogar 90% des Nettoentgelts. Oder eine kleine Papierfabrik in der Eifel mit einer nur geringen Aufstockungsleistung aus dem MTV der Papierindustrie, weil es kein Vollkonti-Betrieb ist. Wir haben aber auch die Firma, die sonst Kunststoff-Autoteile lackieren, in weiten Teilen in Kurzarbeit bisher ohne Aufstockungszahlungen. Aber auch Betriebe aus der Pharmabranche die eine beachtliche Zahl an Außendienstmitarbeiter haben, die derzeit nicht arbeiten können und sogar über den Tarifvertrag Chemie (90%) hinaus betrieblich einen 100% Ausgleich vom Unternehmen erhalten.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Betrieben, die von Kurzarbeit in weit kleinerem Umfang betroffen sind, weil die Auftragslage derzeit geringer ist. Was wir bisher zum Glück noch nicht vermelden müssen ist, dass ein Betrieb wegen an Corona erkrankten Kolleginnen und Kollegen die Produktion einstellen mussten.

Wir haben aber auch Branchen und Betriebe, die durch die Pandemie eine Flut von Aufträgen erhalten haben, die es ohne Hamster-Käufe und erhöhtem Bedarf an bestimmten medizinischen Artikeln oder Verpackungen nicht gegeben hätte, also wahre Krisen-Gewinner. Dies ist allen voran die Papierindustrie mit Toilettenpapier und Küchenrollen, Koch- und Backpapieren, Etiketten oder Papiere die als Träger dieser Etiketten gebraucht werden und natürlich Wellpappenrohpapiere und das Produkt daraus, Wellpappe für die Verpackung.

Oder auch ein Zulieferbetrieb eines großen Handelsriesen, die PET-Einweg-Flaschen recyceln um daraus wieder neue Flaschen machen zu können Es gibt eine Reihe von Branchen die als Systemrelevant dafür sorgen, dass unser Land auch in Krisenzeiten weiterläuft, hier allen voran ein großes Energieunternehmen in unserem Bezirk, das dafür sorgen das uns das Licht nicht ausgeht und weiter in Deutschland sicher produziert werden kann. Aber auch kleine Betriebe wie eine Firma, die als Hersteller von Bauteilen, die benötigt werden um Maschinen zu bauen, die Materialien erzeugen aus denen dringend benötigte Mund-Nasen-Masken in jeglicher Form hergestellt werden können. Aber auch hier sind wir nicht abgesichert gegen das Problem, dass Lieferketten zusammenbrechen oder die Erkrankung der Mitarbeiter*innen uns den Betrieb von heute auf morgen stilllegen.

In manchen Branchen ist darüber hinaus zu befürchten, dass es eine Krise nach der Krise geben könnte, weil die entsprechenden Märkte übersättigt sind.

Erweiterte Bezirksvorstandssitzung als Telefonkonferenz am 21. April 2020

Damit sich der Bezirksvorstand eine komplette Übersicht über die Situation der Betriebe in unserem Bezirk verschaffen konnte, fand eine erweiterten Bezirksvorstandssitzung als Telefonkonferenz am 21. April 20 statt, an der sehr viele Betriebe im Bezirk einbezogen waren.

Was auch bis auf Weiteres so bleibt:
Bezirksleitung Alsdorf - Publikumsverkehr und Erreichbarkeit

Die Bezirksleitung in Alsdorf ist bis auf Weiteres für den gesamten Publikumsverkehr geschlossen! Wir sind aber trotzdem von Montag bis Freitag zu den üblichen Öffnungszeiten für euch über alle bekannten Büronummern erreichbar. Ein Großteil von uns arbeitet derzeit von Zuhause aus, im Bezirk sind lediglich ein Sekretär und eine Verwaltungsangestellte sowie eine Kollegin des Rechtschutzbüros die aber striktes Kontaktverbot haben, so dass auch der Briefverkehr weiterhin gewährleistet ist.

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