• 17.09.2018
  • Medieninformation XXII/30
IG-BCE-Vorsitzender Vassiliadis warnt vor Jonglieren mit Jahreszahlen für die Kohle:

„Als Feigenblatt stehen wir nicht zur Verfügung“

Zu den aktuellen Berichten über eine sich in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ angeblich abzeichnende Verständigung auf konkrete Daten für ein Ende der Kohleverstromung erklärt der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, selbst Mitglied der Kommission:

snvv/depositphotos

17.09.2018

„Wenn der Co-Vorsitzende der Kommission, Ronald Pofalla, mit irgendwelchen Ausstiegsdaten jongliert, die nichts mit den in der Kommission besprochenen Sachverhalten zu tun haben, dann kappt er fahrlässig das zarte Pflänzchen des Vertrauens, das sich in dem Gremium gerade erst gebildet hatte. Solch einem Stil der intransparenten Hinterzimmergespäche und der Indiskretion werden weder die betroffenen Beschäftigten, noch die Wirtschaft oder die Umweltverbände zustimmen.“

„Wir fordern eine Klarstellung der Vorsitzenden und der Bundesregierung darüber, dass die Veröffentlichungen keine Grundlage für die weitere Arbeit darstellen. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass die Arbeit in der Kommission weiterkommt. Als Feigenblatt stehen wir nicht zur Verfügung.“

„In der Kommission gibt es einen klar definierten Auftrag: Zuerst prüfen und erarbeiten wir tragbare Zukunftskonzepte für die Beschäftigten, die Reviere und unsere Stromversorgung. Erst danach lassen sich Gespräche darüber führen, wie wir die Energiewende und die Rolle der konventionellen Stromproduktion gestalten.“

Nach oben